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AI

Mitarbeiter von seitenweise arbeitet am Laptop an einem Projekt

KI-generierte Bilder auf der Website: ja oder nein?

Webdesigner Marcel sieht zu einem Kollegen mit dem er sich über ein WordPress Projekt unterhält.

Autor: Marcel Pietsch

2. Februar 2026

Vor drei Jahren waren KI-generierte Bilder eine Spielerei. Heute sind sie fester Bestandteil von Design-Prozessen. Die Frage ist nicht mehr, ob sich mit KI Bilder erzeugen lassen. Die Frage ist: Wann gehören sie auf eine B2B-Website, und wann nicht?

Wir sehen in unseren Projekten beide Seiten. KI-Bilder können viel Zeit und Budget sparen. Sie können eine Website aber auch schwächen, wenn sie an den falschen Stellen eingesetzt werden.

Was KI-Bildgeneratoren heute können

Midjourney, DALL-E, Flux und Co. erzeugen in Sekunden Bilder in beliebigen Stilen: fotorealistisch, illustrativ, abstrakt, stilisiert. Die technische Qualität ist beeindruckend. Einzelne Bilder sind von Profiaufnahmen oft nicht zu unterscheiden.

Aber: Das technisch Mögliche ist nicht automatisch das Richtige. Eine Website ist kein Moodboard, und jedes Bild ist eine Entscheidung im Webdesign. Jedes Bild sendet eine Botschaft über euer Unternehmen. Diese Botschaft müsst ihr kontrollieren.

Wo KI-Bilder gut funktionieren

Abstrakte Visuals und Hintergründe

Gradient-Flächen, geometrische Muster, abstrakte Texturen, Hero-Background-Visuals: hier spielen KI-Tools ihre Stärke aus. Die Bilder haben keinen narrativen Anspruch. Sie müssen ästhetisch funktionieren und zur Marke passen.

„Für Hintergründe und Illustrationen nutzen wir KI-Bilder gern. Sobald ein Mensch abgebildet ist, der bei euch arbeitet oder bei euch gekauft hat, hört es auf.“

Marcel Pietsch, seitenweise

Icons und Illustrationen

Konsistente Icon-Sets oder thematische Illustrationen lassen sich mit KI in einem einheitlichen Stil produzieren. Besonders für Technologieunternehmen, die keinen Illustrator beschäftigen, eine gute Abkürzung.

Moodboards und Konzept-Visuals

In der Konzeptphase eines Webprojekts sind KI-Bilder ein mächtiges Werkzeug. Stimmungen, Stilrichtungen und visuelle Ideen lassen sich in Minuten durchspielen, ohne teure Stockfoto-Lizenzen oder Shootings.

Blog-Teaserbilder

Für Fachartikel und Insights, die ein visuelles Symbol brauchen, aber kein Foto von echten Menschen, sind KI-Illustrationen sinnvoll. Sie ersparen der Content-Erstellung ein Shooting pro Artikel. Wichtig: einheitlicher Stil über alle Artikel, damit die Seite nicht zerfasert wirkt.

Wo KI-Bilder schaden

Teamfotos und Unternehmensbilder

Niemals. Das Team auf eurer Website muss echt sein. Punkt. Künstliche „Mitarbeiter“ auf der Über-uns-Seite zerstören Vertrauen, wenn sie auffliegen, und sie fliegen auf.

Kundenreferenzen und Testimonials

Case Studies leben von echten Gesichtern und echten Zitaten. KI-generierte „zufriedene Kunden“ sind Betrug. Die rechtlichen und ethischen Risiken sind enorm.

Produktbilder bei physischen Produkten

Wenn ihr physische Produkte verkauft, müssen die Bilder die Realität abbilden. KI-generierte Produktdarstellungen, die nicht dem tatsächlichen Produkt entsprechen, sind irreführende Werbung.

Realistische Szenen, die Authentizität suggerieren

Das beliebte „echte Menschen in echten Situationen“ als KI-Bild: heikel. Wenn der Kontext behauptet, echt zu sein, wird aus Stilmittel Täuschung. Das merken Besucher und verlieren Vertrauen.

Wenn ihr eure Website mit dem richtigen visuellen Mix aufbauen wollt: Wir verbinden im Webdesign echte Fotografie, individuelle Illustrationen und gezielt eingesetzte KI-Visuals.

Die Authentizitätsfrage

B2B-Kommunikation basiert auf Vertrauen. Entscheider wollen wissen, mit wem sie arbeiten. Wer sich die Menschen hinter einem Unternehmen anschaut, will echte Gesichter sehen. Wer nach Referenzen sucht, will echte Cases.

KI-Bilder sind ein Werkzeug wie Stockfotos. Sie funktionieren dort, wo Authentizität keine Rolle spielt. Sie scheitern dort, wo Vertrauen aufgebaut werden muss. Diese Grenze zu ziehen, ist eine Entscheidung im UX/UI Design und keine Budgetfrage.

Unsere Faustregel: Je stärker ein Bild eine Aussage über eure Menschen, Produkte oder Kunden macht, desto weniger sollte es künstlich sein.

Rechtliche Aspekte

Urheberrecht

Die Rechtslage zu KI-generierten Bildern ist 2026 noch nicht vollständig geklärt. Stand heute: KI-Bilder haben nach deutschem Recht kein Urheberrecht, weil der „schöpferische Akt“ umstritten ist. Ihr könnt sie also nicht exklusiv schützen.

Nutzungsrechte der KI-Anbieter

Jedes Tool hat eigene Nutzungsbedingungen. Midjourney, DALL-E, Flux unterscheiden sich in den Rechten, die ihr an den generierten Bildern habt, besonders bei kommerzieller Nutzung. Vor dem Einsatz Lizenzbedingungen prüfen.

Persönlichkeitsrechte

KI-Tools können reale Personen erzeugen, die echten Menschen ähneln. Bilder mit erkennbaren realen Personen sind ein Persönlichkeitsrechts-Risiko.

Kennzeichnungspflicht

Mit dem EU AI Act kommen Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte. Ab 2026 müssen KI-generierte Bilder in bestimmten Kontexten als solche markiert werden. Informiert euch zum aktuellen Stand, bevor ihr KI-Bilder prominent einsetzt.

Die pragmatische Empfehlung

  1. Echte Fotos für alles, was mit Menschen, Team, Kunden, Produkten zu tun hat.
  2. Individuelle Illustrationen für visuelle Metaphern und Grafiken, wenn das Budget es erlaubt.
  3. KI-Bilder für abstrakte Visuals, Hintergründe, Icon-Sets, Konzeptphasen.
  4. Stockfotos dort, wo generische Symbole reichen, aber sparsam.

Ein konsistenter visueller Stil ist wichtiger als die Quelle der Bilder. Mischt ihr KI-Bilder und echte Fotos, achtet auf visuelle Harmonie: ähnliche Farbwelten, passender Stil, stimmige Bildsprache.

Fazit: Werkzeug, kein Allheilmittel

KI-Bilder sind ein mächtiges Werkzeug, das Design-Prozesse beschleunigt und Budgets schont. Richtig eingesetzt, verbessern sie eure Website. Falsch eingesetzt, schaden sie dem Vertrauen, das ihr aufbauen wollt.

Die Entscheidung ist nicht binär. Es geht um Kontext, Authentizität und Wirkung. Fragt euch bei jedem Bild: Welche Botschaft soll es senden? Ist es ehrlich? Hilft es dem Besucher, uns zu verstehen?

Wer diese Fragen stellt, trifft meist die richtige Entscheidung: ob mit oder ohne KI.

Portrait von Oliver Hunke vor einer Holzlamellenwand

Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.

Portrait von Marcel Pietsch vor einer Holzlamellenwand

Ihr plant eine neue Website und fragt euch, wie ihr Bildwelten pragmatisch aufstellt? Sprecht uns an. Wir entwickeln mit euch ein visuelles Konzept, das zu eurer Marke und eurem Budget passt.

Let’s go!