Design
Landing Pages für B2B: Aufbau, der konvertiert
Autor: Oliver Hunke
16. Februar 2026
Eine Landingpage ist keine Unterseite eurer Website. Sie ist ein fokussiertes Werkzeug mit einem Ziel: Besucher in Leads verwandeln. Wer Landingpages wie normale Content-Seiten baut, verschenkt Conversions. Wer sie als separates Format ernst nimmt, bekommt planbare Anfragen.
Was eine gute B2B-Landingpage ausmacht und wie ihr sie systematisch aufbaut: hier ist die Anleitung aus 25 Jahren Praxis.
Was eine Landingpage von einer normalen Seite unterscheidet
Eine Landingpage hat ein einziges Ziel. Kein Menü, keine Ablenkung, keine „Schau dich weiter um“. Besucher landen dort mit einer klaren Absicht: ausgelöst durch eine Kampagne, eine Anzeige, einen Newsletter oder einen Suchtreffer und sollen genau einen nächsten Schritt machen.
Deshalb sieht eine Landingpage anders aus als eure Homepage, und deshalb ist sie im Webdesign eine eigene Disziplin. Keine vollständige Navigation, keine konkurrierenden CTAs, keine Querverweise auf andere Themen. Dafür fokussierte Botschaft, klare Führung, gezielter Abschluss.
Die sieben Bausteine einer B2B-Landingpage
1. Hero mit klarer Value Proposition
Der Hero beantwortet in zwei bis drei Sekunden: Was ist das Angebot? Für wen? Was ist der Nutzen? Keine Marketing-Floskeln, sondern konkrete Aussagen. „Wir machen eure Leadgenerierung planbar, auch ohne eigenes Marketing-Team“ schlägt „Innovative Lösungen für Ihr Business“.
2. Primärer CTA über der Falz
Der Hauptkontakt-CTA muss ohne Scrollen sichtbar sein. Wer entschieden ist, soll nicht suchen müssen. Formuliert ihn handlungsorientiert: „Beratung anfragen“ statt „Mehr erfahren“.
3. Problem- und Nutzen-Block
Zeigt, dass ihr das Problem eurer Zielgruppe verstanden habt. Benennt die konkreten Schmerzpunkte. Dann stellt ihr den Nutzen eurer Lösung in ihren Worten dar, nicht aus eurer Feature-Perspektive.
4. Social Proof
Kundenlogos, kurze Testimonials, konkrete Zahlen aus Referenzprojekten. Platziert sie früh, idealerweise direkt unter dem Hero. Vertrauen wird in den ersten Sekunden gewonnen oder verloren.
5. Leistungs- oder Prozessbeschreibung
Was genau bekommt der Kunde? Wie läuft die Zusammenarbeit? Drei bis fünf Schritte reichen. B2B-Entscheider wollen wissen, was sie erwartet, bevor sie anfragen.
6. Einwände abräumen
Jedes Angebot hat Einwände: „zu teuer“, „zu aufwendig“, „nicht das Richtige für uns“. Benennt sie offen und beantwortet sie. Diese Sätze zu formulieren ist Content-Erstellung und keine Fleißarbeit. FAQ-Blöcke sind dafür ideal und gleichzeitig gut für SEO und AEO.
7. Wiederholter CTA mit zweiter Option
Am Ende der Seite ein erneuter primärer CTA. Plus optional einen niederschwelligen Alternativweg: Kalender-Link, Newsletter-Anmeldung oder Whitepaper-Download für Besucher, die noch nicht kontaktbereit sind.
Typische Fehler auf B2B-Landingpages
Zu viel Information schadet. Eine Landingpage soll nicht alles erklären, sondern die nächste Handlung auslösen. Alles, was nicht zur Entscheidung beiträgt, gehört weg.
Zu viele CTAs lähmen. Wer vier Optionen anbietet, erlebt oft, dass Besucher die fünfte wählen und gehen. Ein primärer Aufruf reicht, höchstens ein zweiter daneben.
Eine vollständige Navigation lädt zum Wegklicken ein. Reduziert sie auf Logo und Kontakt, oder lasst sie ganz weg.
Reine Funktionslisten überzeugen niemanden. Entscheidend ist nicht, was euer Angebot alles kann, sondern was sich für den Besucher dadurch ändert.
Ein fehlender Blick auf mobile Geräte kostet die Hälfte. Über 60 Prozent eurer Besucher kommen mit dem Smartphone, und eine Seite, die nur am Desktop funktioniert, erreicht sie nicht.
Wenn ihr Landingpages systematisch besser machen wollt: Wir unterstützen euch bei der Conversion-Optimierung, vom Audit bestehender Seiten bis zum Aufbau neuer, konvertierender Landingpages.
Landingpage-Varianten für verschiedene Kampagnen
Produkt- oder Leistungs-Landingpages
Eine Seite pro Leistungsfeld. Tiefe Information, klare Abgrenzung zu anderen Leistungen, eigene SEO-Optimierung. Grundstock eurer Website.
Kampagnen-Landingpages
Temporäre Seiten für konkrete Kampagnen (Webinar, Messe, Whitepaper). Extrem fokussiert, meist ohne Navigation, mit einem einzigen klaren Ziel.
Use-Case- oder Branchen-Landingpages
Eine Seite pro Zielgruppe oder Anwendungsfall. „Websites für Maschinenbau-Unternehmen“ statt generisches „B2B-Webdesign“. Starke SEO-Wirkung und höhere Relevanz für die Zielgruppe.
Personalisierte Landingpages (ABM)
Für Account-Based Marketing: individuelle Seiten für einzelne Zielkunden. Aufwendig in der Produktion, aber hohe Conversion bei strategisch wichtigen Accounts.
Wie ihr Landingpages testet und verbessert
Landingpages werden nicht beim Launch fertig, sie werden iterativ besser. Was ihr regelmäßig messen solltet:
Die wichtigste Kennzahl ist die Conversion-Rate, also die Zahl der Anfragen im Verhältnis zu den Besuchern.
Die Absprungrate zeigt, ob Besucher sofort wieder gehen. Wenn ja, passt meist die Traffic-Quelle nicht zur Seite.
Die Scrolltiefe verrät, ob die Aufrufe am Seitenende überhaupt gesehen werden.
Und die Formularabbrüche zeigen, an welchem Feld Besucher aussteigen.
Daraus leitet ihr A/B-Tests ab. Testet eine Variable pro Test: Headline, CTA-Text, Form-Länge, Visual. So wisst ihr, was wirkt.
Fazit: Landingpages sind Vertriebsarbeit
Eine gute Landingpage ist keine „bessere Unterseite“. Sie ist ein Vertriebsinstrument, das automatisch arbeitet. Sie übernimmt Aufgaben, die sonst im Erstgespräch stattfinden würden: Vertrauen aufbauen, Angebot erklären, Einwände adressieren, zum nächsten Schritt führen.
Wer diesen Charakter versteht, baut Landingpages nicht mehr nebenbei. Und bekommt dafür planbare Leads statt vereinzelter Anfragen.
Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.
Ihr wollt Landingpages, die wirklich konvertieren? Sprecht uns an. Wir bauen mit euch Seiten, die aus Traffic Anfragen machen.