Strategy
Was kostet eine Website? Preisfaktoren und realistische Budgets
Autor: Oliver Hunke
8. Juni 2026
„Was kostet eine Website?“: diese Frage hören wir in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort lautet jedes Mal: Es kommt drauf an. Nicht, weil wir uns drücken wollen. Sondern weil eine Website kein Standardprodukt ist.
Eine Unternehmenswebsite mit fünf Seiten und ein Portal mit 500 Unterseiten haben wenig gemeinsam. Außer dem Wort „Website“. In diesem Artikel erklären wir euch, welche Faktoren den Preis bestimmen, in welchen Größenordnungen ihr euch bewegt und wo die typischen Kostenfallen liegen.
Warum die Preisfrage die falsche Frage ist
Die bessere Frage lautet: Was ist unsere Website wert? Eine Website ist kein Kostenpunkt, sondern eine Investition. Wenn sie richtig gemacht ist, bringt sie Anfragen, gewinnt Kunden und positioniert euer Unternehmen.
Die Frage sollte also nicht sein, wie wenig ihr ausgeben könnt. Sondern wie viel die Website zurückbringt. Budget spielt natürlich eine Rolle. Aber es hilft, mit einer klaren Zielvorstellung ins Gespräch zu gehen, statt mit einer willkürlichen Preisvorstellung.
Die sieben Preisfaktoren
Umfang und Seitenanzahl
Eine Unternehmenswebsite mit 8 bis 15 Seiten ist etwas anderes als ein Portal mit über 100 Seiten. Mehr Seiten bedeuten mehr Design, mehr Content, mehr Entwicklungsaufwand. Klingt trivial, wird aber beim ersten Briefing oft unterschätzt.
„Die ehrliche Antwort auf die Preisfrage ist eine Gegenfrage. Ohne zu wissen, was die Website leisten soll, ist jede Zahl geraten.“
Oliver Hunke, seitenweise
Design-Anspruch
Ein individuelles Webdesign, das für euch und eure Zielgruppe entwickelt wird, kostet mehr als ein angepasstes Template. Dafür bekommt ihr eine Website, die sich von der Konkurrenz abhebt und eure Marke transportiert. Der Unterschied ist wie zwischen Maßanzug und Ware von der Stange. Beides hat seine Berechtigung. Die Wirkung ist eine andere.
Technische Komplexität
Braucht ihr eine informative Unternehmensseite? Oder muss die Website an euer CRM angebunden werden? Einen geschützten Kundenbereich bieten? Einen Produktkonfigurator integrieren? Technische Anforderungen treiben den Preis, weil sie Entwicklungszeit und Know-how erfordern.
CMS und Plattform
Die Wahl des CMS beeinflusst die Kosten. WordPress ist flexibel und hat ein großes Ökosystem, braucht aber regelmäßige Wartung. Webflow ist schneller in der Umsetzung, hat aber laufende Lizenzkosten. Headless-Lösungen bieten maximale Flexibilität und sind aufwendiger in der Entwicklung.
Content-Erstellung
Texte, Bilder, Videos: Content ist der Teil, den Unternehmen am häufigsten unterschätzen. Wenn ihr keine fertigen Texte und professionellen Fotos habt, müssen diese erstellt werden. Das kostet Zeit und Geld, ob ihr es selbst macht oder die Content-Erstellung abgebt. Entscheidend für den Erfolg der Website ist es in jedem Fall.
SEO
Soll die Website bei Google gefunden werden? Dann braucht ihr eine SEO-Strategie. Die beginnt nicht nach dem Launch, sondern während der Konzeption. Keyword-Recherche, Seitenstruktur, Meta-Daten, technische Optimierung: all das fließt in die Kosten ein.
Laufende Kosten
Nach dem Launch fallen laufende Kosten an: Hosting, SSL-Zertifikat, CMS-Updates, Sicherheits-Wartung, Content-Pflege. Diese Kosten werden bei der Budgetplanung oft vergessen. Sie sind aber essenziell für eine sichere und aktuelle Website. Wer sie nicht selbst stemmen will, gibt die Website-Wartung ab.
Typische Budgetrahmen
Wir nennen hier bewusst keine festen Preise, weil jedes Projekt individuell ist. Aber um euch eine Orientierung zu geben:
Eine einfache Unternehmenswebsite umfasst 5 bis 10 Seiten. Dazu gehören ein individuelles Design, WordPress oder Webflow, ein responsives Layout, die SEO-Grundlagen und ein Kontaktformular. Der typische Rahmen liegt im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich.
Eine mittelgroße Unternehmenswebsite umfasst 15 bis 30 Seiten. Dazu kommen mehrere Inhaltsbereiche, ein Blog, ein Team-Bereich, Case Studies, eine CMS-Schulung, das Analytics-Setup und eine weitergehende SEO-Optimierung. Der typische Rahmen liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Eine komplexe Website oder ein Portal beginnt bei 30 Seiten. Hier kommen Mehrsprachigkeit, API-Anbindungen, eigene Funktionen, E-Commerce und eine umfangreiche Content-Erstellung dazu. Der typische Rahmen liegt im oberen fünfstelligen Bereich und darüber.
Wenn ihr an diesem Punkt konkrete Zahlen braucht: Wir begleiten euch beim Webdesign vom ersten Konzept bis zum Launch, mit transparenter Kalkulation, bevor die Arbeit beginnt.
Wo Unternehmen am falschen Ende sparen
Spart nicht am Content. Eine technisch perfekte Website mit schwachen Texten ist wie ein Sportwagen ohne Motor, denn die Inhalte sind das, was Besucher überzeugt und Google versteht.
Spart nicht an der Konzeption. Direkt ins Design zu springen, spart kurzfristig Zeit und führt fast immer zu Korrekturrunden, die am Ende teurer sind als eine saubere Konzeptphase.
Spart nicht an der Wartung. Eine ungepflegte Website ist ein Sicherheitsrisiko, denn Updates, Sicherheitspatches und Backups sind keine Zusatzleistung, sondern Grundlage.
Und spart nicht am SEO. Eine schöne Website, die niemand findet, ist eine teure Visitenkarte. Nachträglich wird die Optimierung deutlich aufwendiger, als sie von Anfang an mitzudenken.
Die richtige Frage an eure Agentur
Statt „Was kostet eine Website?“ fragt lieber: Was empfehlt ihr für unser Ziel, unser Budget und unsere Zielgruppe? Eine gute Agentur verkauft euch nicht das teuerste Paket. Sondern die Lösung, die zu euch passt. Wenn das Budget nicht für alles reicht, lässt sich priorisieren: die wichtigsten Seiten zuerst, den Rest in Phase 2.
Fazit: Investiert in die richtige Lösung, nicht in die billigste
Eine Website ist eine Investition in eure digitale Zukunft. Wie bei jeder Investition gilt: Qualität zahlt sich langfristig aus. Das heißt nicht, dass ihr das teuerste Angebot nehmen müsst. Es heißt, dass ihr verstehen solltet, wofür ihr bezahlt, und warum.
Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.
Ihr wollt ein realistisches Angebot für euer Webprojekt? Sprecht uns an. Wir beraten euch transparent und unverbindlich.