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Strategy

Website-Briefing: So bereitet ihr euer Webprojekt richtig vor

Portraitfoto von Olli, Inhaber der Digitalagentur seitenweise

Autor: Oliver Hunke

24. August 2026

Ein gutes Briefing ist die halbe Miete. Klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber der Punkt, an dem die meisten Webprojekte entweder auf die richtige Spur kommen. Oder in eine Endlosschleife aus Missverständnissen geraten.

Wir arbeiten seit über 25 Jahren mit Unternehmen an Webprojekten. Die Projekte, die von Anfang an sauber gebrieft waren, laufen fast immer reibungsloser, schneller und günstiger. Hier zeigen wir, was ein gutes Briefing ausmacht, und welche Fehler ihr vermeiden solltet.

Warum das Briefing so wichtig ist

Ein Briefing ist kein bürokratischer Overhead. Es ist das Fundament aller Projektentscheidungen im Webdesign: Gestaltung, Technik, Content, SEO. Ohne klares Briefing arbeitet die Agentur mit Annahmen. Und Annahmen sind der natürliche Feind guter Ergebnisse.

Ein solides Briefing sorgt dafür, dass alle dasselbe Bild im Kopf haben. Es reduziert Abstimmungsschleifen, verhindert Scope Creep und gibt euch die Sicherheit, dass euer Budget sinnvoll eingesetzt wird.

Was in ein gutes Website-Briefing gehört

1. Ausgangssituation und Anlass

Warum braucht ihr eine neue Website oder einen Relaunch? Was funktioniert aktuell nicht? Je konkreter, desto besser. „Die Website sieht alt aus“ ist ein Anfang. „Wir bekommen 3.000 Besucher im Monat, aber nur zwei Anfragen“ ist besser.

„Ein Briefing darf Lücken haben. Es darf sie nur nicht verstecken.“

Oliver Hunke, seitenweise

2. Ziele und Erwartungen

Was soll die neue Website konkret leisten? Typisch: mehr Anfragen, bessere Sichtbarkeit über SEO, Positionierung als Experte, Entlastung des Vertriebs. Versucht, Ziele messbar zu formulieren.

3. Zielgruppen

Wen wollt ihr erreichen? Beschreibt eure wichtigsten Zielgruppen so konkret wie möglich: Branche, Unternehmensgröße, Entscheider-Level, typische Fragen und Probleme. Je besser die Agentur die Zielgruppe versteht, desto treffender werden Design, Tonalität und Inhalte.

4. Wettbewerb und Positionierung

Welche Websites gefallen euch und warum? Welche Mitbewerber sind online stark? Was unterscheidet euch? Diese Infos helfen, euch differenziert zu positionieren. Tipp: Nennt auch, was euch nicht gefällt. Das ist mindestens genauso hilfreich.

5. Umfang und Inhalte

Wie viele Seiten braucht ihr? Welche Inhalte gibt es, welche müssen neu entstehen? Diese Liste ist zugleich der erste Entwurf eurer Content-Strategie. Eine grobe Sitemap, auch als Stichpunktliste: gibt der Agentur ein erstes Bild.

6. Funktionale Anforderungen

Kontaktformular, Blog, geschützter Bereich, CRM-Anbindung, Online-Shop, Suchfunktion, Mehrsprachigkeit: listet alles auf, was die Website können muss. Auch kleine Anforderungen können großen Einfluss auf Technik und Budget haben.

7. Technische Rahmenbedingungen

Gibt es ein bestehendes CMS? Laufen andere Systeme (CRM, ERP, Newsletter-Tool), die angebunden werden müssen? Gibt es Hosting-Vorgaben? Für die Webentwicklung sind das die teuersten Unbekannten. Technische Abhängigkeiten früh klären verhindert Überraschungen.

8. Design-Vorgaben

Corporate Design, Brandguide, Farbvorgaben, Schriftarten, Logo in verschiedenen Formaten: stellt diese Materialien früh bereit. Wenn es nichts davon gibt, ist auch das eine wichtige Information.

9. Budget und Zeitrahmen

Ja, die Budgetfrage ist unangenehm. Aber wichtig. Eine Agentur kann nur dann ein realistisches Konzept vorschlagen, wenn sie den Rahmen kennt. Eine Größenordnung reicht. Gleiches gilt für den Zeitrahmen: gibt es einen festen Termin?

10. Ansprechpartner und Entscheidungswege

Wer ist Hauptansprechpartner? Wer entscheidet? Wie viele Personen sind im Feedbackprozess? Je klarer von Anfang an, desto weniger Verzögerungen.

Wenn ihr beim Briefing oder Webprojekt strukturierte Begleitung sucht: Wir unterstützen euch beim Webdesign von der ersten Idee bis zum Launch, auch bei der Briefing-Erstellung.

Die fünf häufigsten Briefing-Fehler

„Macht mal was Schönes.“ Ohne klare Ziele wird jedes Projekt zum Ratespiel. Schönheit ist subjektiv. Wirksamkeit lässt sich messen.

Zu viele Beteiligte und zu wenig Entscheidung bremsen. Wenn zehn Leute mitreden, aber niemand entscheidet, stockt das Projekt. Legt früh fest, wer das letzte Wort hat.

Ein verschwiegenes Budget hilft niemandem. Eine Agentur, die euren Rahmen nicht kennt, plant zwangsläufig daran vorbei, und heraus kommen Konzepte, die zu groß oder zu klein gedacht sind.

Referenzen ohne Kontext führen in die Irre. Der Satz „Unsere Website soll aussehen wie Apple“ hilft wenig, wenn Budget und Zielgruppe nicht dazu passen. Wertvoll werden Referenzen erst, wenn ihr erklärt, was euch konkret daran gefällt.

Der Content wird regelmäßig unterschätzt. Die meisten Projekte verzögern sich nicht wegen Technik oder Design, sondern weil Texte fehlen. Plant die Content-Erstellung von Anfang an ein, intern oder über die Agentur.

Checkliste: Euer Briefing auf einen Blick

  • Ausgangssituation und Anlass beschrieben
  • Konkrete, messbare Ziele formuliert
  • Zielgruppen definiert
  • Wettbewerber und Positionierung skizziert
  • Grobe Sitemap erstellt
  • Funktionale Anforderungen aufgelistet
  • Technische Rahmenbedingungen geklärt
  • Design-Materialien zusammengestellt
  • Budgetrahmen und Zeitplan kommuniziert
  • Ansprechpartner und Entscheidungswege festgelegt

Fazit: Investiert in das Briefing

Ein gutes Briefing kostet euch ein paar Stunden Vorbereitung. Ein schlechtes Briefing kostet Wochen im Projektverlauf. Nehmt euch die Zeit, eure Gedanken zu sortieren. Eure Agentur wird es euch danken. Das Ergebnis wird besser.

Portrait von Oliver Hunke vor einer Holzlamellenwand

Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.

Portrait von Marcel Pietsch vor einer Holzlamellenwand

Ihr plant ein Webprojekt und wisst nicht, wo ihr anfangen sollt? Sprecht uns an. Wir helfen euch, die richtigen Fragen zu stellen.

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