Strategy
Website-Projekt mit Agentur: So läuft die Zusammenarbeit reibungslos
Autor: Oliver Hunke
27. Oktober 2025
Ein Website-Projekt scheitert selten an der Technik. Es scheitert an unklaren Erwartungen, verzögerten Freigaben, fehlendem Content und Missverständnissen, die sich über Wochen aufstauen. Nach über 25 Jahren und mehr als 500 Projekten können wir sagen: Die Qualität einer Website hängt mindestens zur Hälfte vom Auftraggeber ab.
Das ist keine Kritik. Es ist eine Einladung. Wer weiß, was gute Zusammenarbeit ausmacht, bekommt ein besseres Ergebnis. Schneller und mit weniger Frust auf beiden Seiten.
Vor dem Projekt: Die Grundlagen legen
Ein gutes Briefing spart Wochen
Je klarer ihr wisst, was ihr wollt (und was nicht), desto schneller kommt die Agentur ins Arbeiten. Ein Briefing muss kein 20-Seiten-Dokument sein. Es sollte die wichtigsten Fragen beantworten: Was ist das Ziel? Wer ist die Zielgruppe? Welche Websites gefallen euch? Was funktioniert aktuell, was nicht? Gibt es Budget und Zeitrahmen?
Wenn ihr kein Briefing habt, kein Problem. Jede gute Agentur hilft euch, eines zu entwickeln. Aber seid offen und ehrlich, besonders beim Budget. „Wir haben kein Budget“ heißt meistens „Wir wollen nicht zuerst eine Zahl nennen.“ Verständlich, aber kontraproduktiv.
Die richtigen Leute an den Tisch holen
Das häufigste Problem: Die Person, die mit der Agentur spricht, ist nicht die, die am Ende entscheidet. Das führt zu Feedbackschleifen, in denen in Runde fünf plötzlich die Geschäftsführung alles umwirft, was in Runde eins abgesegnet war.
Benennt von Anfang an eine Ansprechperson mit Entscheidungskompetenz. Sie muss nicht jedes Detail selbst entscheiden. Aber sie braucht das Mandat, Freigaben zu erteilen, ohne jedes Mal zurückzufragen.
Während des Projekts
Feedback geben, das weiterhilft
„Gefällt mir nicht“ ist kein Feedback. „Das Blau passt nicht zu unserem Corporate Design, weil unsere Markenfarbe ein dunkleres Blau ist“: das ist Feedback, mit dem eine Agentur arbeitet.
Gutes Feedback ist konkret, begründet und lösungsorientiert. Es ist in Ordnung zu sagen: „Ich kann nicht genau benennen, was mich stört, aber irgendetwas fühlt sich falsch an.“ Das ist ehrlich und gibt der Agentur die Chance, gezielt nachzufragen.
Was nicht hilft: widersprüchliches Feedback von verschiedenen Personen. Wenn drei Leute drei Meinungen haben, ist es eure Aufgabe, intern zu sortieren, bevor ihr an die Agentur herantretet. Sonst dreht sich das Projekt im Kreis.
Termine und Freigaben einhalten
Website-Projekte haben einen Rhythmus. Agentur liefert, ihr gebt Feedback, Agentur arbeitet ein, ihr gebt die Freigabe. Wenn eine Freigabe, die für Montag geplant war, erst am Freitag kommt, verschiebt sich alles.
Setzt realistische Deadlines für interne Abstimmungen. Plant Puffer für Urlaube. Kommuniziert proaktiv, wenn es bei euch hakt. Jede gute Agentur kann mit Verzögerungen umgehen. Aber nicht mit Überraschungen.
Content rechtzeitig liefern
Der größte Zeitfresser ist nicht Design oder Entwicklung. Es ist Content. Texte, Bilder, Videos, Logos, Teamfotos, Case Studies. In 80 Prozent aller Projekte ist Content der Flaschenhals.
Fangt so früh wie möglich an, idealerweise parallel zur Design-Phase. Erstellt eine Content-Liste mit allen Texten und Medien. Plant ein, dass professionelle Fotos zwei bis drei Wochen Vorlauf brauchen. Wenn ihr es allein nicht schafft, gebt die Content-Erstellung ab.
Kommunikation: Weniger ist mehr, aber regelmäßig
Tägliche Calls sind genauso schädlich wie wochenlange Funkstille. Guter Rhythmus: wöchentliche Statusupdates und gezielte Termine an den Meilensteinen (Konzept, Design, Content, Launch).
Nutzt ein zentrales Tool, nicht fünf E-Mail-Threads, WhatsApp-Gruppen und Slack-Kanäle gleichzeitig. Asana, Basecamp, ClickUp oder ein strukturierter E-Mail-Thread. Hauptsache, alles an einem Ort.
Wenn ihr eine Agentur sucht, die so arbeitet: Wir bieten Webdesign und -entwicklung aus einer Hand, mit klaren Prozessen, festen Ansprechpartnern und transparenter Kommunikation.
Die häufigsten Stolpersteine
„Das haben wir uns anders vorgestellt.“ Unklare Erwartungen am Anfang. Prävention: detailliertes Konzept oder Wireframe aus dem UX/UI Design vor dem Design freigeben. Wenn die Struktur stimmt, sind Designanpassungen überschaubar.
„Das können wir doch schnell noch ändern.“ Scope Creep, der schleichende Feind jedes Projekts. Jede Änderung hat Auswirkungen auf Budget und Zeit. Änderungen sind nicht verboten, aber sie sollten bewusst entschieden werden.
„Der Content kommt noch.“ Wenn zwei Wochen vor Launch die Hälfte der Texte fehlt, wird entweder der Termin verschoben oder die Qualität leidet. Content-Planung ist genauso wichtig wie Design-Planung.
„Wir brauchen noch eine interne Abstimmung.“ Intern abstimmen ist wichtig. Aber wenn jede Entscheidung drei Wochen dauert, wird das Projekt zur Endlosspirale. Entscheidungswege vor Projektstart definieren.
Nach dem Launch: Die Zusammenarbeit geht weiter
Eine Website ist kein Projekt mit Anfang und Ende. Sie ist ein lebendiges Produkt. Nach dem Launch beginnt die Phase, in der sich zeigt, ob sie funktioniert. Tracking einrichten und analysieren. Inhalte im CMS aktualisieren, bei WordPress genauso wie bei jedem anderen System. SEO beobachten. Technische Updates und Sicherheit. Neue Features basierend auf echten Daten.
Die beste Grundlage ist ein laufender Vertrag für Hosting & Wartung. Nicht weil ihr abhängig sein sollt, sondern weil regelmäßige Pflege günstiger ist als alle zwei Jahre ein Relaunch.
Fazit: Gute Zusammenarbeit = gute Website
Das Ergebnis eines Website-Projekts ist immer Teamleistung. Die Agentur bringt Expertise in Design, Technik und Strategie. Ihr bringt das Wissen über euer Unternehmen, eure Kunden, eure Ziele. Wenn beides zusammenkommt, mit klarer Kommunikation, realistischen Erwartungen und Respekt: entsteht eine Website, die nicht nur gut aussieht. Sondern funktioniert.
Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.
Ihr plant ein Website-Projekt und sucht eine Agentur auf Augenhöhe? Sprecht uns an. Wir freuen uns auf das Gespräch.