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E-Mail-Marketing: Warum der Newsletter noch lange nicht tot ist

Webdesigner Marcel sieht zu einem Kollegen mit dem er sich über ein WordPress Projekt unterhält.

Autor: Marcel Pietsch

20. Juli 2026

Alle paar Jahre wird der Newsletter für tot erklärt. Und alle paar Jahre zeigen die Zahlen das Gegenteil. E-Mail-Marketing hat nach wie vor den höchsten ROI aller digitalen Kanäle. Für jeden investierten Euro kommen im Schnitt 36 Euro zurück. Kein Social-Media-Kanal kommt da ran.

Trotzdem nutzen viele KMU E-Mail-Marketing nicht. Oder falsch. Hier zeigen wir, warum der Kanal funktioniert und wie ihr ihn richtig einsetzt.

Warum E-Mail-Marketing immer noch funktioniert

Ihr besitzt den Kanal

Bei Instagram, LinkedIn oder Google seid ihr Gast. Der Algorithmus entscheidet, wer eure Inhalte sieht. Und der kann sich morgen ändern. Eure E-Mail-Liste gehört euch. Kein Algorithmus zwischen euch und euren Kontakten.

Hohe Conversion-Rate

E-Mails erreichen Menschen in einem persönlichen Kontext: dem Posteingang. Wer euren Newsletter abonniert hat, hat aktiv Interesse gezeigt. Die Conversion-Rate ist deshalb deutlich höher als bei Social Media oder Display-Werbung.

Automatisierung spart Zeit

Einmal eingerichtet, laufen E-Mail-Sequenzen von allein. Willkommensserien für neue Abonnenten, Follow-ups nach Anfragen, Erinnerungen bei abgebrochenen Warenkörben. Das ist kein Spam. Es ist relevante Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt.

Die häufigsten Fehler

Kein klares Ziel

Warum verschickt ihr den Newsletter? „Weil man das so macht“ ist kein Ziel. Wollt ihr Traffic auf die Website bringen? Leads qualifizieren? Bestandskunden aktivieren? Das Ziel bestimmt Inhalt, Frequenz und Tonalität.

Zu viel Eigenwerbung

Ein Newsletter, der nur aus Produktankündigungen und Rabatten besteht, wird schnell abbestellt. Bietet echten Nutzen: Tipps, Einblicke, Branchenwissen, Praxisbeispiele. Die 80/20-Regel funktioniert, kostet aber 80 Prozent Content-Erstellung und nur 20 Prozent Eigenwerbung.

Unregelmäßiger Versand

Einmal im Januar, dreimal im März, dann sechs Monate Pause. Das zerstört Erwartungen und Vertrauen. Wählt eine realistische Frequenz (monatlich reicht oft) und haltet sie ein.

Keine Segmentierung

Nicht jeder Kontakt interessiert sich für die gleichen Themen. Segmentiert eure Liste nach Interessen, Branche oder Phase in der Customer Journey. Relevante E-Mails haben höhere Öffnungsraten und weniger Abmeldungen.

DSGVO ignorieren

Double-Opt-in ist Pflicht. Abmeldelink in jeder E-Mail ist Pflicht. Datenschutzhinweis beim Anmeldeformular ist Pflicht. Wer das ignoriert, riskiert Abmahnungen und das Vertrauen seiner Kontakte.

Best Practices für bessere Newsletter

Betreffzeile entscheidet

Die Betreffzeile ist das Wichtigste an eurer E-Mail. Wenn sie nicht überzeugt, wird die Mail nicht geöffnet. Haltet sie kurz (unter 50 Zeichen), macht neugierig, versprecht konkreten Nutzen. Testet Varianten mit A/B-Tests und lest die Ergebnisse im Analytics & Tracking nach.

Mobile First

Über 60 Prozent aller E-Mails werden auf dem Smartphone gelesen. Euer Design muss mobil funktionieren: große Schrift, genug Kontrast, klickbare Buttons, einspaltiges Layout.

Ein CTA pro E-Mail

Jede E-Mail sollte ein klares Ziel haben. Und einen klaren Call-to-Action, der dorthin führt. Nicht drei Links, zwei Buttons und eine Sidebar mit weiterführenden Inhalten. Es gilt dieselbe Regel wie in der Conversion-Optimierung: eine Entscheidung pro Seite.

Absender mit Gesicht

E-Mails von „info@firma.de“ werden seltener geöffnet als solche von „Marcel von seitenweise“. Menschen lesen lieber E-Mails von Menschen als von Unternehmen.

Wenn ihr einen Newsletter aufsetzen oder professionalisieren wollt: Wir übernehmen die Content-Erstellung, von der Konzeption bis zum Redaktionsplan und den Texten.

E-Mail-Automatisierungen, die sich lohnen

Willkommensserie

Drei bis fünf E-Mails nach der Anmeldung. Wer seid ihr? Was können Abonnenten erwarten? Welche eurer besten Inhalte sollten sie kennen? Die Willkommensserie hat die höchsten Öffnungsraten aller E-Mail-Typen.

Lead-Nurturing

Für B2B-Unternehmen: eine Sequenz, die Interessenten schrittweise von Awareness in Richtung Decision begleitet. Von allgemeinen Fachartikeln über Case Studies bis zum Beratungsangebot.

Re-Engagement

Kontakte, die seit drei bis sechs Monaten nicht mehr geöffnet haben, bekommen eine Reaktivierungsmail. „Seid ihr noch dabei?“ mit der Option, sich abzumelden. Das hält eure Liste sauber und eure Öffnungsraten hoch.

Tools für den Einstieg

Für KMU empfehlen wir Tools, die einfach zu bedienen und DSGVO-konform sind. Brevo (ehemals Sendinblue, Server in der EU). CleverReach (deutsche Alternative). Mailchimp (weit verbreitet, aber US-Server: Datenschutz beachten). HubSpot (wenn ihr ohnehin ein CRM nutzt).

Fazit: Der unterschätzte Champion

Kein anderer Kanal bietet die Kombination aus Kontrolle, Reichweite und ROI, die E-Mail-Marketing liefert. Ihr braucht keine riesige Liste für den Start. 100 qualifizierte Kontakte mit relevantem Content können mehr bewirken als 10.000 Social-Media-Follower.

Portrait von Oliver Hunke vor einer Holzlamellenwand

Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.

Portrait von Marcel Pietsch vor einer Holzlamellenwand

Ihr wollt E-Mail-Marketing aufsetzen oder optimieren? Sprecht uns an. Wir helfen mit Strategie, Setup und Content.

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