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Website-Wartung: Was wirklich nötig ist

Portraitfoto von Olli, Inhaber der Digitalagentur seitenweise

Autor: Oliver Hunke

22. Juni 2026

Eine Website ist fertig, wenn sie live geht, denken viele Unternehmen. Stimmt nicht. Eine Website beginnt, wenn sie live geht, und braucht danach dauerhafte Pflege.

Wer Wartung ignoriert, hat nach zwölf bis achtzehn Monaten eine Website voller Sicherheitslücken, kaputter Plugins und schlechter Performance. Wer sie systematisch betreibt, hat eine Website, die mitwächst.

Die sechs Säulen

Sicherheits-Updates sind die erste. CMS, Plugins, Themes und Serversoftware müssen regelmäßig aktualisiert werden, sonst bleiben bekannte Lücken offen. Genau das ist der Kern von Hosting & Wartung. Sicherheitsupdates gehören sofort eingespielt, kleinere Aktualisierungen monatlich, größere quartalsweise und immer mit vorherigem Test.

Backups sind die zweite. Sinnvoll ist ein tägliches automatisches Backup, wöchentlich zusätzlich auf einen externen Speicher, monatlich eine Offline-Kopie. Entscheidend ist aber der Punkt, den fast alle auslassen: Mindestens halbjährlich muss die Wiederherstellung getestet werden. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist kein Backup, sondern eine Hoffnung.

Monitoring ist die dritte. Wenn die Website ausfällt, solltet ihr es vor euren Kunden wissen. Dazu gehören Uptime-Überwachung über Dienste wie UptimeRobot oder Pingdom, Performance-Monitoring der Core Web Vitals, Fehlerüberwachung etwa mit Sentry und ein Malware-Scanner.

Content-Pflege ist die vierte und die am häufigsten vernachlässigte. Preise, Teammitglieder, Referenzen, rechtliche Angaben, alles ändert sich. Kontaktdaten und Impressum müssen stimmen, Team- und Referenzseiten aktuell sein, Stellenanzeigen gepflegt, und alte Inhalte gehören überarbeitet oder archiviert statt vergessen.

Performance-Pflege ist die fünfte. Websites werden über die Zeit langsamer, weil Bilder dazukommen, Plugins wachsen und sich Analytics-Pixel häufen. Ohne regelmäßige Performance-Optimierung ist der Zustand nach zwei Jahren schlechter als am Launchtag. Halbjährlich gehören Ladezeit, Core Web Vitals, Bildgrößen, Plugin-Last und die Menge an Skripten auf den Prüfstand.

SEO-Monitoring ist die sechste. Rankings, Traffic und Backlinks verändern sich, und wer nicht hinschaut, verliert Positionen, ohne es zu merken. Dazu reicht ein regelmäßiger Blick in die Search Console, ein Rankingtool wie Sistrix oder Ahrefs, die Beobachtung der Backlinks und das Beheben von 404-Fehlern.

Was Wartung kostet

Eine kleine B2B-Website mit zehn bis zwanzig Seiten braucht zwei bis vier Stunden im Monat, das entspricht 150 bis 400 Euro. Bei dreißig bis achtzig Seiten sind es vier bis acht Stunden und 400 bis 900 Euro.

Größere Websites mit mehreren Sprachen und Integrationen liegen bei acht bis zwanzig Stunden und 900 bis 2.500 Euro im Monat. Dazu kommen Projektkosten für neue Inhalte, Funktionen und größere Umbauten.

„Eine Website ist am Launchtag nicht fertig, sondern zum ersten Mal öffentlich. Was danach passiert, entscheidet, ob sie in zwei Jahren noch etwas taugt.“

Oliver Hunke, seitenweise

Was ihr selbst macht und was extern läuft

Vieles könnt ihr intern übernehmen, und das solltet ihr auch. Texte, Bilder und Referenzen pflegt ihr selbst, ebenso die redaktionelle Planung. Ein Blick in Search Console und GA4 gehört ebenfalls dazu, und kleinere Anpassungen sind kein Problem, solange das CMS bedienbar ist.

Extern sinnvoll ist alles, wo Risiko oder Spezialwissen im Spiel ist: CMS- und Plugin-Updates, Sicherheitsprüfungen, die Backup-Architektur, Performance-Optimierung und Fehlerbehebung in der Entwicklung.

Wenn ihr professionelle Wartung etablieren wollt: Wir übernehmen das im Rahmen von Hosting & Wartung, inklusive Monitoring, Updates und monatlichem Reporting.

Was in einen Wartungsvertrag gehört

Er sollte die Zahl der Stunden pro Monat benennen, die konkreten Aufgaben von Updates über Backups bis Monitoring, die Reaktionszeit im Notfall und die Form des Reportings.

Dazu kommen die Erreichbarkeit mit klaren Supportzeiten und der Frage nach einer Notfallnummer außerhalb der Bürozeit, sowie eine Eskalationsregel: Was passiert, wenn die Website steht, und wie schnell reagiert wer?

Die häufigsten Fehler

Der erste ist das Unterlassen von Updates aus Angst, etwas kaputtzumachen. Das Ergebnis sind aufgestaute Sicherheitslücken. Der zweite ist das Gegenteil: Updates ohne Test, einfach klicken und hoffen.

Der dritte sind ungetestete Backups, die im Ernstfall nicht funktionieren. Der vierte ist fehlendes Monitoring, sodass der Ausfall durch eine Kundenmail bekannt wird. Und der fünfte ist verrottender Content, etwa eine Teamseite mit Menschen, die vor zwei Jahren gegangen sind.

Dokumentation hilft mehr, als sie kostet

Haltet fest, was wann gemacht wurde. Das hilft bei der Ursachensuche, bei der Kontrolle der erbrachten Leistungen, bei der Planung der nächsten Schritte und spätestens beim nächsten Sicherheits-Audit. Ein einfaches Monatsprotokoll in Notion oder Trello reicht.

Der Lebenszyklus

In den ersten beiden Jahren geht es um Stabilisierung, kleine Anpassungen und den Aufbau von Inhalten. In Jahr drei und vier folgen größere Updates, neue Funktionen und Performance-Arbeit. Ab Jahr fünf sollte der Relaunch in Planung gehen, weil Technik, Design und Anforderungen sich verschoben haben.

Eine gut gewartete Website hält fünf bis sieben Jahre. Eine schlecht gewartete zwei bis drei.

Fazit: Wartung ist Investition

Website-Wartung ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Wer sie ignoriert, zahlt zweimal: im Ernstfall durch Ausfälle, Angriffe und Datenverluste, und später durch einen Relaunch, der eigentlich noch nicht fällig gewesen wäre.

Wer sie systematisch betreibt, hat eine Website, die dauerhaft funktioniert und Vertrauen schafft.

Portrait von Oliver Hunke vor einer Holzlamellenwand

Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.

Portrait von Marcel Pietsch vor einer Holzlamellenwand

Ihr braucht professionelle Website-Wartung? Sprecht uns an. Wir übernehmen, transparent und zuverlässig.

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