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Mitarbeiter von seitenweise prüft ein Projekt am Monitor

Conversion-Killer auf eurer Website: 10 Fehler, die Besucher vertreiben

Portraitfoto von Olli, Inhaber der Digitalagentur seitenweise

Autor: Oliver Hunke

22. September 2025

Euer Traffic stimmt, aber die Anfragen bleiben aus? Dann liegt das Problem nicht bei Google, sondern auf eurer Website. Irgendetwas hält Besucher davon ab, den nächsten Schritt zu machen.

Wir sehen diese Muster seit über 25 Jahren. Hier sind die zehn häufigsten Conversion-Killer, und was ihr dagegen tun könnt.

1. Kein klarer Call-to-Action

Klingt banal, ist aber der häufigste Fehler. Die Website hat keinen klaren, sichtbaren CTA. Oder er ist am Ende der Seite versteckt, wo niemand hinscrollt. Besucher müssen in jeder Sektion wissen, was der nächste Schritt ist.

Lösung: Platziert euren primären CTA prominent, im Hero, nach wichtigen Sektionen und am Seitenende. Formuliert ihn handlungsorientiert: „Kostenlose Beratung buchen“ statt „Mehr erfahren“.

2. Zu viele Optionen, zu wenig Führung

Wenn Besucher vor 15 Menüpunkten, sechs Slidern und drei Pop-ups stehen, entscheiden sie sich für die einfachste Option: schließen. Je mehr Optionen, desto unwahrscheinlicher eine Entscheidung.

Lösung: Reduziert. Eine klare Navigation, ein primäres Ziel pro Seite, maximal zwei bis drei CTAs mit unterschiedlicher Priorität. Genau das ist die Aufgabe von UX/UI Design: Entscheidungen abnehmen, statt sie anzubieten.

„Fast jeder Conversion-Killer, den wir finden, ist eine Kleinigkeit. Genau deshalb bleibt er so lange unentdeckt.“

Oliver Hunke, seitenweise

3. Langsame Ladezeiten

Jede Sekunde kostet Conversions. Eine Ladezeit über drei Sekunden erhöht die Absprungrate um bis zu 32 Prozent. Auf Mobilgeräten ist der Effekt noch stärker.

Lösung: Bilder optimieren, Caching einsetzen, JavaScript minimieren, CDN nutzen. Wenn das nicht reicht, hilft eine gezielte Performance-Optimierung. Prüft eure Werte mit Google PageSpeed Insights. Handelt, wenn der LCP über 2,5 Sekunden liegt.

4. Formulare, die abschrecken

Fünfzehn Pflichtfelder, eine halbe DIN-A4-Seite lang, mit einem Captcha, das dreimal fehlschlägt: kein Mensch füllt das freiwillig aus. Jedes zusätzliche Feld senkt die Conversion-Rate.

Lösung: Fragt nur, was ihr wirklich braucht. Name, E-Mail, eine kurze Nachricht reichen für den Erstkontakt. Details klärt ihr im Gespräch.

5. Kein Vertrauen aufgebaut

Warum sollte jemand, der eure Firma nicht kennt, euch eine Anfrage schicken? Vertrauen entsteht durch Referenzen und Kundenlogos, Bewertungen, Teamfotos mit echten Menschen, nachvollziehbare Case Studies, transparente Angaben zu Standort und Ansprechpartnern.

Lösung: Integriert Vertrauenselemente auf jeder Seite. Nicht nur auf der Über-uns-Seite. Kundenlogos im Hero, ein Testimonial nach dem Leistungsblock, Teamfotos im Footer.

6. Mobile Nutzung ignoriert

Über 60 Prozent des Webtraffics kommt von Smartphones. Wenn euer Kontaktformular auf dem Handy nicht bedienbar ist, verliert ihr die Mehrheit eurer Besucher.

Lösung: Testet regelmäßig auf echten Smartphones. Responsive Webdesign beweist sich nicht im Chrome DevTools, sondern auf physischen Geräten. Click-Targets müssen mindestens 44 × 44 Pixel groß sein.

7. Texte, die niemanden abholen

Viele B2B-Websites lesen sich wie technische Dokumentation. Oder wie Werbebroschüren aus den Neunzigern. Beides vertreibt Besucher. Menschen wollen verstehen, wie ihr ihnen helfen könnt, in ihrer Sprache.

Lösung: Schreibt aus der Perspektive eurer Kunden. Nicht „Wir bieten ganzheitliche Lösungen“, sondern „Ihr bekommt mehr Anfragen über eure Website“. Konkret, verständlich, relevant.

8. Kein Kontaktweg ohne Hürde

Manche Websites verstecken die Telefonnummer im Impressum. Andere bieten als einzigen Kontaktweg ein Formular mit zwölf Feldern. Wieder andere haben gar keinen sichtbaren Kontaktbereich.

Lösung: Bietet mehrere Kontaktwege an: Formular, Telefon, E-Mail, Kalender-Link. Macht sie sichtbar: im Header, im Footer, auf jeder Leistungsseite.

9. Veraltetes Design

Ein Design aus 2016 signalisiert: Dieses Unternehmen ist nicht auf dem Stand. Unfair vielleicht, aber die Wahrnehmung ist real. Besucher schließen vom Erscheinungsbild der Website auf die Qualität eurer Arbeit.

Lösung: Wenn euer Design älter als drei bis vier Jahre ist, lohnt sich ein Redesign im Webdesign. Es muss nicht immer ein Relaunch sein. Manchmal reicht ein visuelles Update.

10. Keine klare Positionierung

„Wir machen alles für jeden“ ist keine Positionierung. Es ist ein Grund, weiter zu suchen. Wenn Besucher nach fünf Sekunden nicht verstehen, was ihr macht und für wen, sind sie weg.

Lösung: Euer Hero beantwortet drei Fragen: Was macht ihr? Für wen? Warum seid ihr die richtige Wahl? Ohne Buzzwords, ohne Marketing-Sprech.

Wenn ihr diese Baustellen nicht alleine aufräumen wollt: Wir unterstützen euch bei der Conversion-Optimierung, von der Website-Analyse bis zur Umsetzung konkreter Quick Wins.

Wie ihr Conversion-Probleme aufspürt

Der erste Blick geht in Google Analytics, weil dort sichtbar wird, wo Besucher abspringen und welche Seiten hohe Absprungraten haben. Belastbar wird das allerdings erst mit sauberem Analytics & Tracking, sonst interpretiert ihr Messfehler.

Heatmaps, etwa über Hotjar, zeigen anschließend, wo geklickt wird, wie weit gescrollt wird und was schlicht ignoriert wird. Noch aufschlussreicher sind Session Recordings, in denen ihr echten Nutzern beim Scheitern zuseht. Dort werden Probleme sichtbar, die kein Audit findet, weil niemand auf die Idee käme, danach zu suchen.

Wenn ihr eine Vermutung habt, folgt der A/B-Test. Verschiedene CTAs, Formularlängen oder Layouts gegeneinander laufen zu lassen ist der einzige Weg, aus einer Meinung eine Zahl zu machen.

Fazit: Kleine Änderungen, große Wirkung

Die meisten Conversion-Killer lassen sich ohne Relaunch beheben. Oft reichen ein besserer CTA, ein kürzeres Formular und ein Testimonial an der richtigen Stelle, um die Anfragequote deutlich zu heben. Fangt mit dem an, was am schnellsten geht. Messt das Ergebnis.

Portrait von Oliver Hunke vor einer Holzlamellenwand

Marcel und Olli leiten die Agentur. Sie beantworten eure erste Anfrage.

Portrait von Marcel Pietsch vor einer Holzlamellenwand

Ihr wollt wissen, wo eure Website Conversions verliert? Sprecht uns an. Wir schauen uns das an, unverbindlich und mit konkreten Empfehlungen.

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